Was macht unsere Schulen evangelisch?

Im pädagogischen Handeln und im gemeinsamen Leben an den Schulen wird das Evangelium als Tiefendimension erlebbar: Es entsteht eine Schulgemeinschaft, in der die Menschfreundlichkeit Gottes im alltäglichen Miteinander spürbar ist. Die Schulkultur schafft Raum für Kinder und Jugendliche, damit sie ihre Persönlichkeit entfalten können. Sowohl der Unterricht als auch außerschulische Aktivitäten fördern Freiheit und Verantwortung, da unser Ziel nicht nur die schulische Bildung, sondern vor allem die Bildung fürs Leben ist. Ein wesentlicher Baustein dafür ist Partizipation: Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, sämtliche Mitarbeitenden sowie die Eltern leben gemeinsam diesen Geist und tragen gemeinschaftlich Verantwortung für ihre Schule.

 

Wie unterscheiden wir uns von staatlichen Schulen?

Die Schulen der EKiR sind Ersatzschulen. Sie entsprechen den Schulformen des öffentlichen Schulwesens und bieten im Wesentlichen die gleichen Lehrinhalte wie öffentliche Schulen an. Allerdings haben und nutzen sie die Möglichkeit, nach eigenen pädagogischen und erzieherischen Methoden zu arbeiten, die als gleichwertig zu denen der öffentlichen Schulen betrachtet werden. Die Schulen der EKiR haben jeweils eigene Profile und Schwerpunkte, sie sind jedoch alle evangelisch geprägt und weisen ein entsprechendes Profil auf: Sie nutzen ihre Spielräume als Ersatzschulen, um die Schulumgebung als einen Ort des Lernens und Lebens für Schülerinnen und Schüler, deren Familien, Lehrkräfte und alle weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gestalten – u.a. mit Angeboten wie Schulseelsorge, Gottesdiensten und Andachten, Tage der religiösen Orientierung, Religionsunterricht in allen Jahrgangsstufen sowie diakonischem und ökumenischem Engagement.

 

Gibt es auch andere Religionen/Konfessionen an der Schule?

Ja. Persönlicher Gottesglaube ist an den Schulen der EKiR weder ein Kriterium für die Beschäftigung, noch wird die persönliche Religiosität geprüft oder erhoben. Wichtig ist die Identifikation mit den Bildungszielen der EKiR und dem jeweiligen Profil der Schule. Deshalb gibt es selbstverständlich auch andere Religionen und Konfessionen an unseren Schulen, manche haben sogar ihren eigenen Religionsunterricht.